Unterliederbach schlägt auch Primus Hornau

03.10.2026 zurück

Die TuS Hornau hat nach ihrem erfolgreichen Auftritt im Topspiel beim FC Ederbergland einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Tabellenführer unterlag dem Aufsteiger VfB Unterliederbach auf eigenem Platz mit 2:3 (1:2). Für den VfB war es dagegen der zweite Coup innerhalb einer Woche: Nach dem 5:0-Heimerfolg gegen das Spitzenteam der SG Walluf bezwang Unterliederbach nun auch den Spitzenreiter und kletterte vorerst auf den zehnten Tabellenplatz.

Der VfB erwischte den besseren Start und ging mit dem Treffer von Justin Matthews (5.) früh mit 1:0 in Führung. Hornau musste sich zunächst gegen einen defensiv gut organisierten Gegner behaupten. Zwar hatte die TuS im weiteren Verlauf mehr Spielanteile, kam dabei jedoch nur selten zu wirklich gefährlichen Abschlüssen. Unterliederbach verteidigte geschlossen und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne.

Dennoch gelang Hornau durch Leon Krönert (18.) der Ausgleich zum 1:1. Die Gastgeber bekamen dadurch allerdings nicht die erhoffte Sicherheit. Nach der Pause schlug der VfB erneut zu und stellte durch Ogulcan Türkmen (59.) auf 2:1. „Uns hat heute komplett die Einstellung gefehlt“, monierte Hornauer Co-Trainer Jan Schmitt nach der Partie. Er sei angesichts der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft „sprachlos“ und könne bislang keine Erklärung für den Auftritt finden.

Arbeit gegen den Ball als Erfolgsrezept

Auch nach dem Seitenwechsel fand der Tabellenführer nicht zu seinem gewohnten Spiel. Unterliederbach blieb kompakt und setzte seine Konter konsequent fort. Mit dem Treffer zum 3:1 durch Gentian Latifi (76.) erhöhte der Aufsteiger den Druck auf Hornau weiter. Für VfB-Sportleiter Patrick Barnes war die geschlossene Defensivarbeit dabei ein entscheidender Faktor: „Die geschlossene Arbeit gegen den Ball ist momentan unser Schlüssel zum Erfolg.“

Hornau kam zwar noch einmal heran und verkürzte durch Luca Morlac auf 2:3 (87.). Die Hoffnung auf eine Wende erfüllte sich jedoch nicht mehr. „Auch nach dem Ausgleich hatten wir keine richtigen Chancen, wo wir das Spiel auf unsere Seite hätten ziehen können“, erklärte Schmitt. Möglich sei zudem, dass seine Mannschaft die Aufgabe nach dem erfolgreichen Topspiel in der Vorwoche unterschätzt habe. „Vielleicht dachten wir, dass wir das Spiel schon gewonnen haben“, vermutete der Co-Trainer.

Unterliederbach der „verdiente Sieger“

Unterliederbach brachte die knappe Führung schließlich über die Zeit und feierte damit den zweiten Sieg gegen ein Spitzenteam innerhalb von nur einer Woche. Barnes sah seine Mannschaft dabei auch aufgrund der Torchancen verdient als Sieger: „Hornau hatte zwar mehr Spielanteile, die gefährlicheren Chancen habe ich aber auf unserer Seite gesehen.“ Entsprechend fiel auch sein Fazit aus: „Ich denke aufgrund der Chancen, die wir hatten, geht der Sieg an uns heute absolut in Ordnung.“
Einzelne Spieler wollte Barnes nach dem Erfolg dennoch nicht hervorheben. „Man kann heute an keinen einzelnen Spieler ein Sonderlob verteilen, das war eine super Mannschaftsleistung“, betonte der sportliche Leiter. Schmitt erkannte die Leistung des Gegners ebenfalls an und bezeichnete Unterliederbach als „absolut den verdienten Sieger“. Besonders hob er Justin Matthews hervor, den Hornau vor allem im ersten Durchgang nicht in den Griff bekommen habe

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