Unterliederbach wird in Marburg ausgekontert
18.10.2026 zurückVerbandsliga Mitte. Der VfB Unterliederbach hat sich bei den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg trotz einer engagierten Vorstellung mit 1:3 (1:1) geschlagen geben müssen.
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte übernahmen die Gäste nach dem Seitenwechsel zunehmend die Kontrolle und erspielten sich mehrere Möglichkeiten. Weil der VfB seine offensive Überlegenheit jedoch nicht in weitere Treffer ummünzen konnte, setzte sich Marburg am Ende durch.
In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Torchancen und Spielanteile hielten sich weitgehend die Waage, sodass zunächst wenig auf einen deutlichen Spielausgang hindeutete. Kurz vor der Pause nahm die Partie dann Fahrt auf: Sascha Huhn brachte die Sportfreunde in der 43. Minute mit 1:0 in Führung. Der VfB zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt und schlug umgehend zurück. Marko Colovejic stellte nur zwei Minuten später den Ausgleich her und sorgte dafür, dass es mit einem aus Unterliederbacher Sicht verdienten 1:1 in die Kabinen ging. „In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, sodass der Gleichstand zur Pause auch absolut gerecht gewesen war“, ordnete Patrick Barnes, sportlicher Leiter des VfB, den ersten Durchgang ein.
VfB wird für seinen Aufwand nicht belohnt
Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild deutlich. Unterliederbach erhöhte den Druck, schob die Gastgeber weit in deren Hälfte zurück und kam zu mehreren aussichtsreichen Offensivaktionen. „Nach Wiederanpfiff war es ein Spiel auf ein Tor, wir haben brutal gedrückt. Von Marburg war gar nichts mehr zu sehen“, beschrieb Barnes die starke Phase seiner Mannschaft.
Doch trotz der spielerischen Überlegenheit gelang es dem VfB nicht, die eigenen Möglichkeiten konsequent zu nutzen und die Partie zu drehen. Stattdessen schlugen die Gastgeber zu: Fabian Bräuer brachte Marburg in der 61. Minute mit 2:1 erneut in Führung. Aus Sicht der Unterliederbacher war der Gegentreffer besonders bitter, da er in eine Phase fiel, in der die Gäste selbst auf den Führungstreffer drängten. „Leider haben wir es in dieser Phase verpasst, in Führung zu gehen, und sind dann nach einem Konter leider in Rückstand gegangen“, erklärte Barnes.
Marburg mit eiskalten Kontern
Der VfB versuchte in der Folge, noch einmal zurückzukommen, und investierte weiterhin viel in die Offensive. Allerdings fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz, um die Marburger Defensive erneut zu überwinden. Statt den Ausgleich zu erzielen, mussten die Gäste kurz vor Schluss den nächsten Rückschlag hinnehmen: Niko Gehrmann sorgte in der 86. Minute mit dem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung. Für Barnes lag der entscheidende Unterschied zwischen beiden Mannschaften vor allem in der Chancenverwertung. „Unseren Jungs in der Offensive hat heute die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, da war Marburg abgeklärter“, bilanzierte der sportliche Leiter. Entsprechend fiel auch sein Fazit aus: „Aufgrund der Spielanteile und offensiven Aktionen hätten wir heute mehr verdient gehabt.“