Angekommen in der Verbandsliga
13.08.2026 zurückDer Knoten ist geplatzt. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt hat der VfB Unterliederbach am dritten Spieltag der Verbandsliga die ersten Punkte eingefahren. Beim FC Waldbrunn setzte sich der Aufsteiger am Mittwochabend mit 6:3 durch und belohnte sich damit für eine überragende erste Halbzeit. Zwischenzeitlich führte der VfB sogar mit 4:0, ehe es in der Schlussphase noch einmal turbulent wurde.
Von Beginn an präsentierte sich der Aufsteiger selbstbewusst und spielbestimmend. Unterliederbach ließ dem FC Waldbrunn kaum Möglichkeiten, ins Spiel zu finden, und setzte den Gastgeber mit seinem offensiven Fußball immer wieder unter Druck.
Emre Danaci sorgte in der 18. Minute für die verdiente Führung. Nur sechs Minuten später legte Kubilay Dincer nach und erhöhte auf 2:0 (24.). Der VfB blieb am Drücker und spielte sich in einen regelrechten Rausch. Gentian Latifi stellte in der 36. Minute auf 3:0. „Waldbrunn war in der ersten Halbzeit chancenlos. Ich glaube, sie haben uns unterschätzt“, bilanzierte Unterliederbachs sportlicher Leiter Patrick Barnes nach der Partie. Entsprechend zufrieden zeigte sich Barnes mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Es war eine super Leistung in der ersten Halbzeit und fußballerisch auf einem Top-Niveau.“
Einzelgespräche tragen Früchte
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der VfB zunächst konzentriert und setzte seinen starken Auftritt fort. In der 54. Minute belohnte sich Unterliederbach erneut: Kotaro Kuroiwa erzielte das 4:0 und schien die Partie endgültig entschieden zu haben.
Für den Aufsteiger war die deutliche Führung zugleich der Lohn für eine Woche, in der die Verantwortlichen intensiv auf die Mannschaft eingewirkt hatten. Nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart hatte Barnes gemeinsam mit dem Team vor allem am Selbstvertrauen gearbeitet. „Wir haben in der Woche viel mit den Jungs geredet und an ihr Selbstvertrauen appelliert, das hat heute perfekt gefruchtet“, erklärte der sportliche Leiter.
Turbulente Schlussphase
Nach dem vierten Treffer schaltete Unterliederbach allerdings einen Gang zurück. Waldbrunn nutzte die nachlassende Konzentration der Gäste und kam durch Arne Breuer in der 61. Minute zum 1:4. „Nach dem 4:0 war es für einige Jungs schon durch, dadurch wurden wir etwas fahrlässiger“, räumte Barnes ein.
Der Gastgeber bekam dadurch noch einmal Hoffnung. In der 76. Minute stellte Justin Matthews mit seinem ersten Treffer des Abends den alten Abstand wieder her. Doch Waldbrunn antwortete erneut und verkürzte durch Lukas Scholl auf 2:5 (82.).
Nur eine Minute später sorgte Matthews allerdings für die passende Antwort. Mit seinem zweiten Treffer des Abends erhöhte er auf 6:2 (83.) und nahm den Gastgebern endgültig die Hoffnung auf eine spektakuläre Aufholjagd. Waldbrunn gab sich zwar noch nicht geschlagen und kam durch Jonathan Meuser in der 86. Minute zum dritten Treffer. Am ersten Verbandsliga-Sieg des VfB Unterliederbach änderte das jedoch nichts mehr.
Die Freude überwiegt
Die Freude über den ersten Sieg war entsprechend groß. Gleichzeitig ärgerte sich Barnes ein wenig darüber, dass seine Mannschaft den möglichen Zu-Null-Sieg noch aus der Hand gegeben hatte. „Natürlich wäre es schön gewesen, zu Null zu spielen. Die Gegentore wären bei vollem Fokus vermeidbar gewesen, aber wir genießen jetzt einfach erstmal den Sieg“, sagte der sportliche Leiter.