Unterliederbach verschläft den Start

30.08.2026 zurück

Der VfB Unterliederbach hat am sechsten Spieltag der Verbandsliga die nächste Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den Hessenliga-Absteiger, SC Waldgirmes, unterlag der Aufsteiger mit 2:5. Dabei verschlief der VfB sowohl den Beginn der ersten als auch der zweiten Halbzeit und musste sich am Ende einer abgeklärteren Gäste-Mannschaft geschlagen geben.

Waldgirmes überrumpelt die Heimmannschaft

Die Partie hätte aus Sicht der Gastgeber kaum schlechter beginnen können. Bereits nach drei Minuten brachte Nico Götz den SC Waldgirmes per Foulelfmeter mit 1:0 in Führung. Unterliederbach fand überhaupt nicht in die Begegnung und wurde vom Hessenliga-Absteiger früh unter Druck gesetzt.

Nur zehn Minuten später erhöhte Marius Glasauer auf 2:0 (13.). „Wir haben die ersten zehn Minuten komplett verschlafen. Körpersprache, Einstellung und Mentalität hat uns komplett gefehlt“, kritisierte VfB-Sportleiter Patrick Barnes den schwachen Beginn seiner Mannschaft. Waldgirmes nutzte die anfängliche Unsicherheit des Aufsteigers konsequent aus und sorgte damit früh für klare Verhältnisse. „Waldgirmes hat uns zu Beginn überrumpelt“, musste Barnes anerkennen.

Matthews bringt Unterliederbach zurück

Nach dem zweiten Gegentreffer fand der VfB allerdings zunehmend besser in die Partie. Die Gastgeber agierten nun mutiger, gewannen mehr Zweikämpfe und setzten Waldgirmes zunehmend unter Druck. Nur vier Minuten nach dem 0:2 gelang schließlich der wichtige Anschlusstreffer. Justin Matthews verkürzte in der 17. Minute auf 1:2 und brachte damit neue Hoffnung in die Reihen des Aufsteigers. „Nach dem 2:1 haben wir es besser gemacht, waren dominanter und am Ausgleich dran“, berichtete Barnes. Unterliederbach hatte nun deutlich mehr Zugriff auf die Partie und war wieder im Spiel. Der Ausgleich blieb bis zur Pause allerdings aus.

VfB schläft auch nach der Pause

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd erhielt unmittelbar nach Wiederbeginn jedoch einen herben Dämpfer. Wie schon zu Beginn der Partie erwischte Waldgirmes den besseren Start und schlug erneut früh zu. Luis Stephan erhöhte in der 48. Minute auf 3:1. Für Barnes war besonders bitter, dass die Mannschaft genau vor diesem Szenario gewarnt worden war. „Wie auch in der ersten Halbzeit schlafen wir zu Beginn der zweiten Halbzeit auch wieder komplett“, ärgerte sich der sportliche Leiter.

Dass die Problematik bereits in der Pause angesprochen worden war, machte den erneuten Fehlstart für ihn umso unverständlicher. „Für mich ist das unverständlich, vor allem weil es unser Coach auch in der Pause angesprochen hat“, sagte Barnes. Unterliederbach versuchte anschließend zwar erneut, den Anschluss herzustellen, doch Waldgirmes verteidigte die Führung routiniert.

Waldgirmes macht spät den Deckel drauf

Bis kurz vor Schluss hielt Unterliederbach die Partie zumindest noch offen. Der entscheidende vierte Treffer fiel schließlich in der 88. Minute. Max Behnen erhöhte auf 4:1 und sorgte damit für die Vorentscheidung. „Wenn wir das 1:3 nicht kassieren, denke ich, wäre heute etwas drin gewesen. So war es aber schwer, gegen eine gut organisierte Mannschaft zwei Tore aufzuholen“, erklärte Barnes rückblickend.

In den Schlussminuten entwickelte sich anschließend ein regelrechtes Torfestival. Nur eine Minute nach dem 4:1 verkürzte Kevin Faro auf 2:4 (89.). Die Hoffnung auf eine erneute Wende währte allerdings nur kurz. In der 90. Minute schnürte Behnen seinen Doppelpack und stellte den 5:2-Endstand her. Barnes ordnete die turbulente Schlussphase nüchtern ein: „Das Torfestival zum Schluss resultierte aus individuellen Fehlern auf beiden Seiten.“

Am Ende musste sich der VfB Unterliederbach einem an diesem Tag abgeklärteren Gegner geschlagen geben. Gerade die beiden verschlafenen Anfangsphasen erwiesen sich als entscheidend. Trotz der zwischenzeitlichen Aufholjagd nach dem 0:2 gelang es dem Aufsteiger nicht, die Partie dauerhaft zu kontrollieren. „Waldgirmes ist heute der verdiente Sieger, sie waren viel abgeklärter. Wir haben mit unserer jungen Truppe heute Lehrgeld gezahlt“, resümierte Barnes.

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